Μιχαήλ Ψελλού, Περί των ιδεών, ας ο Πλάτων λέγει. Εισαγωγή, κριτική έκδοση και νεοελληνική μετάφραση

 

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Μιχαήλ Ψελλού, Περί των ιδεών, ας ο Πλάτων λέγει. Εισαγωγή, κριτική έκδοση και νεοελληνική μετάφραση

Μπενάκης, Λίνος Γ.

Die Schrift des Michael Psellos (1018 bis nach 1078) «Über die Ideen, die Piaton lehrt», herausgegeben zunächst 1860 von C. G. Linder auf Grund des späteren und fehlerhaften cod. Upsal. 47 (16.-17. Jahrh.), wird hier kritisch nach den codd. Laurent. Conv. Soppr. 103 (14. Jahrh.), Laurent. Plut. 58.29 (14. Jahrh.) und Vatic. Urbin. gr. 78 (15. Jahrh.) ediert. Diese Schrift des bedeutendsten byzantinischen Philosophen weckte schon die Aufmerksamkeit von J. M. Hussey (englische Übersetzung in Church and Learning inthe Byzantine Empire 867-1185, Oxford 1937), E. Kurtz (Edition nach Linder mit geringfügigen Verbesserungen in Scripta Minora 1, Mailand 1936), D. Zakythinos (Text nach Kurtz in BvCavnva Ksi/zeva, Athen 1957). Obwohl Psellos sich an der, wenigstens seit dem 1. Jahrh. v. Chr. verbreiteten, Identifizierung der Ideen mit den Gedanken Gottes hält (V. 15), erklärt er—im ersten Teil der Schrift—sein Mißfallen an den traditionellen Deutungen der platonischen Ideen (V. 7-9, 19-22). Es ist ersichtlich, daß der Byzantiner sich dadurch von den Philosophen, die er zum Thema kon¬sultierte und die er kritisiert unterscheidet, indem er jede Substanzialität und ebenbürtige Stellung der Ideen neben dem Demiurgen ablehnt (V. 33); daher hat man schon von einer «stärkeren Betonung der sekundären Stellung der Ideen» in der vorliegenden Schrift gesprochen1. Für die Geschichte der Transformation der Ideen Piatons in Gedanken Gottes ist es vom Interesse, daß Psellos im ersten Teil seiner Schrift die Einführung der Ideen durch Piaton dadurch erklärt, daß der Philosoph in seiner Konzeption von einer Analogie zwischen dem schaffenden Menschen (z. B. dem Tischler) und dem göttlichen Nus ausgegangen sei (V. 25-33). In diesem Zusammenhang ist es auch von Bedeutung, daß Psellos die bekannte Platon-Stelle Politeia X 596 a vor Augen gehabt haben muß, welche durch Mißdeutung ihres eigentlichen Sinnes eine verhängnisvolle Rolle in der Umgestaltung der platonischen Ideen gespielt haben soll. Die diesbezügliche Problematik, wie sie sich seit den Ausführungen von W. Theiler (1930) und N. M. Rieh (1954) entwickelt hat, wird in den S. 397-401 der vorliegenden Einleitung zur Edition behandelt. Nun folgt in der psellisehen Schrift «Über die Ideen» ein zweiter Teil, der als unmittelbare Quelle Plotins Schrift «Über den Geist, die Ideen und das Seiende» (Enneaden V 9) hat: Im einzelnen übernimmt Psellos hier in selbständiger Formulierung aus den Kap. 2-3 und 5 die Hauptgedanken Plotins über die Identität des Nus mit den Ideen (V. 34-55), um danach die in seine Ausführungen passenden2 Nus- und Ideenbestimmungen Plotins aus den Kap. 5-13 wörtlich zu exzerpieren (V. 55-96)3. Auf S. 402-5 werden alle Thesen Plotins, die Psellos übernimmt, systematisch aufgeführt, aus denen deutlich wird, daß der byzantinische Philosoph über die durch Posidonios oder Antiochos von Askalon vollzogene Identi-fizierung der Ideen mit den Gedanken Gottes hinaus zur Einheit von Ideen und Nus (d.h. der zweiten Hypostase des Seienden) gelangte. Die Auseinandersetzung über die Ideen als «hypostasierte Wesenheiten» oder «Gedanken des Demiurgen» ist damit auf Grund der Identität von Nus—(wahres) Seindes —Idee überwunden. Zum Schluß sind aus dem umfangreichen und immer noch zerstreuten Schtifttum des Psellos alle Stellen zussammengestellt, in denen a) sich der Philosoph auf die platonische Ideenlehre zu didaktischen Zwecken bezieht (S. 406-408), b) er zu bestimmten Anlässen seine eigene Position bekundet und Kritik an den «hellenischen Irrlehren» übt (S. 408-410). Die Anlehnung an die patristische und frühbyzantinische (Photios, Arethas u.a) Tradition, vor allem was die Ablehnung der selbständigen Existenz der Ideen und deren Stellung vor dem Gott-Schöpfer betrifft, ist hier evident. Die neue kritische Edition der Schrift des Psellos «Über die platonischen Ideen» soll ein Beitrag sein zu der nunmehr nötig gewordenen Neubewertung seiner philosophischen Lehren, die allerdings nur auf Grund besserer Editionen seiner Werke möglich ist.

Επετηρίδα

Ιστορία της Φιλοσοφίας
Μιχαήλ Ψελλός
Πλάτωνας
Θεωρία των ιδεών


1975-1976

Text

Greek



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