Γνωσιολογικές απόψεις των Σοφιστών

 

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Γνωσιολογικές απόψεις των Σοφιστών

Αλατζόγλου-Θέμελη , Γραμματική

Die Vorsokratiker haben oft Zweifel über die Möglichkeit einer absoluten Wahrheitserkenntnis geäußert und die Unvollkommenheit der Erkenntnisfähigkeit des Menschen anerkannt. Sie haben aber nie den Versuch aufgegeben, die Wahrheit zu finden und das Seiende zu bestimmen. Außerdem stützen sich ihre Feststellungen allein auf die Betrachtung des Objektes, des Seiende mit dem erkennenden Subjekt haben sie sich überhaupt nicht beschäftigt. Im Gegensatz erforschen die Sophisten nicht das Objekt selbst, sondern die von verschiedenen Subjekten darüber formulierten Theorien. Unter Einbeziehung der Theorien von den Subjekten bzw. den Vorsokratikern kommen die Sophisten auf ihre eigene, hauptsächlich pessimistische, erkenntnistheoretische Ergebnisse. Protagoras beginnt sein Werk 'Αλήθεια, η Καταβάλλοντες mit dem bekannten und immer noch schwer interpretierbaren Satz πάντων χρημάτων μέτρον άνθρωπος. Trotz aller Meinungsverschiedenheit hinsichtlich der Interpretation des Satzes, bleibt es unbestreitbar, daß mit dem protagoreischen Satz die Erkenntnis subjektiviert und folglich relativiert wird. Darüber stimmen auch die zwei ältesten Erklärer des Protagoras, nämlich Plato und Aristoteles, überein. Letzterer untersucht sogar die Gründe, die Protagoras zu seinem Ansatz geführt haben: ελήλυθεν η αρχή της υπολήψεως ταύτης εκ της των φυσιολόγων δόξης. .. εκ τον μη ταυτά περί των αυτών άπαντας γιγνώσκειν. Die entgegengesetzten Meinungen der Vorsokratiker sind also diejenigen, die Protagoras zur Relativierung der Wahrheitserkenntnis geführt haben. Gorgias stellt seine Grundposition schon mit dem Titel seines Werkes klar: Περί φύσεως ή περί τον μη όντος. Er macht die Physis und das NichtSeiende gleich; beide existieren nicht, es existiert nichts. Die Antiken haben das Werk des Gorgias als Verneinung des Seienden oder des Kriteriums betrachtet, die meisten von den modernen Forschern sprechen über einen Nihilismus oder im allgemein Verneinung der Philosophie. Besonders einleuchtend sind die einführende Bemerkungen des Anonymus, der außer Sextus das Werk überliefert hat: Gorgias ist zum ουδέν έστι gelangt συνθείς τα ετέροις ειρημένα, όσοι περί των όντων λέγοντες ταναντία... αποφαίνονται αυτοίς, οι μεν ότι εν και ου πολλά, οι δε αυ οτι πολλά και ουχ εν usw. Es ist offenbar, daß sich Gorgias, genau wie Protagoras, auf den Vorgang und die Meinungsverschiedenheit der Vorsokratiker gestützt hat, um auf das Verneinen des Seiendes, des Objektes der Erkenntnis zu kommen. Die grundlegenden erkenntnistheoretischen Thesen der älteren Sophisten sind also: Subjektivismus oder Relativismus (Protagoras) und Nihilismus (Gorgias). Es gibt jedoch weder im ersten, noch im zweiten Fall eine ontologische Grundlage. Der protagoreische Relativismus ist nicht ontolo- gisch, sondern erkenntnistheoretisch; er ist nicht die Folge etwa der angeblichen Verleugnung eines Seins und der Annahme nur eines Scheinens, denn Protagoras interessiert sich weder für das Sein noch für das Scheinen, sondern nur für die urteilenden Subjekte, die irgendeinas Sein oder Scheinen erkennen. Da nun die Meinungen der Subjekte verschiedenartig oder kontradiktorisch sind—obwohl alle denselben Gegenstand betrachten—, kann, nach Protagoras, eine absolute Wahrheit über den Gegenstand nicht existieren, unsere Erkenntnis darum bleibt also subjektiv und relativ. Anderseits bildet der gorgianische Nihilismus einen weiteren Schritt über den protagoreischen Relativismus hinaus. Mit dem Werk Περί φύσεως hatte Gorgias weder die Absicht noch den Anspruch, ernstlich das Seiende zu verneinen und einen ontologischen Nihilismus zu gründen, er interessierte sich auf jeden Fall nicht für derartiges. Sein Ausgangspunkt —und ständiges Interesse— sind die Subjekte gewesen; da es aber keine logisch mitteilende Kommunikation zwischen ihnen besteht: ουδείς ετέρω τ αυτόν εννοεί, negiert Gorgias die Wahrheitserkenntnis und folglich den Gegenstand der Erkenntnis, das Seiende. Sein Nihilismus hat also nichts mit der Ontologie —wie es scheint—, sondern nur mit der Erkenntnistheorie zu tun, er ist erkenntnistheoretisch

Επετηρίδα

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1980-1981

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