Ο ελληνικός Διαφωτισμός και η έννοια της Μεταφυσικής

 

Το τεκμήριο παρέχεται από τον φορέα :
Ακαδημία Αθηνών

Αποθετήριο :
Κέντρον Ερεύνης Ελληνικής Φιλοσοφίας (ΚΕΕΦ)

δείτε την πρωτότυπη σελίδα τεκμηρίου
στον ιστότοπο του αποθετηρίου του φορέα για περισσότερες πληροφορίες και για να δείτε όλα τα ψηφιακά αρχεία του τεκμηρίου*
χρησιμοποιήστε
το αρχείο ή την εικόνα προεπισκόπησης σύμφωνα με την άδεια χρήσης :
CC BY-NC-SA 4.0

Αναφορά Δημιουργού - Μη Εμπορική Χρήση - Παρόμοια Διανομή
κοινοποιήστε το τεκμήριο



Ο ελληνικός Διαφωτισμός και η έννοια της Μεταφυσικής

Κονδύλης, Π.

Der Gebrauch des Metaphysikbegriffes in den Texten der griechischen Aufklärung ist bisher vielfach als paradox empfunden worden. Dennoch handelt es sich hier um einen für die gesamteuropäische Aufklärung typischen Sprachgebrauch, der eine tiefgreifende weltanschauliche und philosophische Standpunktverschiebung zum Ausdruck bringt. Die ontologische Aufwertung der Natur bzw. der Sinnlichkeit und die damit einhergehende Herabsetzung des transzendenten Geistes in der Neuzeit zog nämlich den Primat der Anthropologie und der Erkenntnistheorie an Stelle des antik-christlichen Primats der metaphysisch-ontologischen Fragestellung nach sich. Das Sein wird nunmehr als Funktion der Erkenntnis und der diese gestaltenden menschlichen und sozialen Faktoren angesehen, und dementsprechend verwandelt sich die Metaphysik von einer Wissenschaft der Prinzipien des Seins in eine Wissenschaft der Prinzipien der Erkenntnis. «Metaphysik» bedeutet also soviel wie Erkenntnistheorie und Epistemologie. Bacon, Hume, d΄Alembert, Condillac, Diderot und nicht zuletzt Kant sprechen von «Metaphysik» in diesem neuen Sinne. Im griechischen Sprachraum wird diese selbe Wende durch Tendenzen vorbereitet, die die traditionelle Metaphysik zugunsten einer primär anthropologischen Betrachtung beiseiteschieben (so z.B. Iosepus Moisiodax). Es wundert nicht, daß ausgerechnet D. Philippides, der Übersetzer von Condillac, den neuen Metaphysikbegriff am konsequentesten verwendet, und zwar vor dem Hintergrund einer empiristischen Erkenntnistheorie und eines induktiven Wissenschaftsverständnisses: denn der Zusammenbruch der traditionellen, unvermeindlich intellektualistischen Metaphysik wurde durch die Verdrängung der aristotelischen Logik als philosophischer Propädeutik und somit auch des syllogistisch-apodiktischen Verfahrens sowie durch die Durchsetzung des genetischen Ansatzes in der Erkenntnistheorie begleitet. Auch der Terminus «Ontologie» taucht, wenn auch in seltenen Fällen, als Synonym von «Metaphysik» im neuen Sinne auf (Athanasios Psalidas, Benjamin Lesbios). Die Bereitschaft von Benjamin Lesbios, den alten Metaphysikbegriff neben oder gar über dem neuen unversehrt bestehen zu lassen, bleibt dennoch für die geschichtlich bedingten Grenzen der griechischen Aufklärung bezeichnend.

Επετηρίδα

Ιστορία της Φιλοσοφίας
Μεταφυσική
Νεοελληνικός Διαφωτισμός
Βενιαμίν Λέσβιος
Δανιήλ Φιλιππίδης


1980-1981

Κείμενο/PDF

Γερμανική γλώσσα
Ελληνική γλώσσα



*Η εύρυθμη και αδιάλειπτη λειτουργία των διαδικτυακών διευθύνσεων των συλλογών (ψηφιακό αρχείο, καρτέλα τεκμηρίου στο αποθετήριο) είναι αποκλειστική ευθύνη των φορέων περιεχομένου.