Η μυθική προσέγγιση του υπερβατικού λόγου της ψυχής στο Φαίδρο και στην Πολιτεία του Πλάτωνα

 

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Η μυθική προσέγγιση του υπερβατικού λόγου της ψυχής στο Φαίδρο και στην Πολιτεία του Πλάτωνα

Παπαδής, Δημήτρης

Dieser Aufsatz versteht sich als ein Beitrag zur Lösung des berühmten Problems, der Natur bzw. Struktur der Seele bei Piaton, nämlich ob sie überhaupt dreiteilig ist oder nicht, oder ob sie erst nach ihrem Eintritt in den Körper dreiteilig ist bzw. wird. Piatons Interpreten sind sich in dem Punkt nicht einig. Mit dem Problem der Zusammengesetztheit bzw. Einfachheit der Seele hängt natürlich ihre Unsterblichkeit eng zusammen. In einem Punkt sind sich aber alle Interpreten einig, indem sie alle meinen, daß Platon΄s Seelenlehre sieht einheitlich oder sogar widersprüchig sei. So unterscheiden sie in bezug auf die Unsterblichkeit zwischen Politeia und Phaedrus auf der einen Seite und Phaidon und Timaios auf der anderen Seite. Viele meinen nämlich, daß Piaton die ganze dreiteilige Seele für unsterblich hält. Andere wieder, und zwar die meisten, meinen, daß nur die Vernunftseele unsterblich ist. Nach unserer Meinung ist die Platonische Seelenlehre einheitlich und keineswegs widersprüchig. Dabei ist nur zu bemerken, daß Piaton seine Seelenlehre nicht immer unter demselben Gesichtspunkt betrachtet. Wir glauben also, daß die Seele nach Piaton in allen ihren Stadien, d.h. auch in der Praeexistenz dreiteilig ist. Diese These ist allerdings im Prinzip —wie schon dargestellt— nicht neu; neu ist nur der Inhalt unserer Auffassung von der Dreiteiligkeit der Platonischen Seele, welcher in der Anwendung des Aristotelischen Denk-Modells von «δυνάμει» und «ενεργεία» besteht. Die Seele ist ja, aber nur «δυνάμει», auch in ihrer Praeexistenz dreiteilig. D.h. es ist ihrer Natur die Möglichkeit immanent, dreiteilig zu werden. Das ist die Möglichkeit, die bei ihrer Einkörperung verwirklicht wird. Denn, wenn die Seele in der Praeexistenz auch der Möglichkeit nach nicht dreiteilig wäre, könnte aus ihr bei der Einkörperung auch keine Dreiteiligkeit erwachsen. Denn Erwachsen heißt nichts anderes als der Übergang von dem Möglich-keits-zu dem Wirklichkeitszustand. Aus dem Nichts zu etwas kommen zu können ist sonst unmöglich bis auf den Fall einer voraussetzungslosen göttlichen Schöpfung. Die Substanz der Seele ist somit in keiner Phase ihres Seins absolut einfach, sondern nur etwas, das der Einfachheit der Idee bzw. der göttlichen Substanz am nächsten steht, was Phaidon mit dem Ausdruck «εγγύς τι τούτου» (80b 10) meint. Gerade das ist der Sinn auch jener wichtigen Stelle der Politeia, die von der Seele nach ihrer Befreiung von dem Körper spricht und sagt: «και τοτ΄ αν τις ίδοι αυτής την άληθη φύσιν, είτε πολυειδής είτε μονοειδής, είτε οπή έχει και όπως» (612a 5). Mit dem Ausdruck: «είτε οπή έχει και όπως», ein Schlüssel - Ausdruck für unser Problem, der aber merkwürdigerweise in seinem eigentlichen Sinn von der Forschung übersehen wurde, will Piaton gerade das zum Ausdruck bringen, daß nämlich die Seele in ihrer tiefsten Substanz weder absolut einfach —wie die der höchsten Idee — noch zusammengesetzt ist, da ihre «ενεργεία» Einfachheit eine «δυνάμει» Vielheit einschließt, d.h. eine Vielheit, die schon wirklich existiert, aber noch nicht entfaltet ist.

Επετηρίδα

Φαίδρος
Ιστορία της Φιλοσοφίας
Πλατωνική Φιλοσοφία
Λόγος
Πολιτεία
Πλάτωνας


1983-1984

Text

German
Greek



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