Η ερμηνευτική του γραπτού, του προφορικού και του ενδιάθετου λόγου στον Πλάτωνα

 

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Η ερμηνευτική του γραπτού, του προφορικού και του ενδιάθετου λόγου στον Πλάτωνα

Μιχαηλίδης, Κώστας Π.

Im platonischen Phaidros behandelt Sokrates das große Thema der Kunst der Reden und insbesondere die Rede in ihrer schriftlichen Form. Die schriftliche Rede ist, nach Sokrates: (a) eine entfremdete, in Zeichen gebundene Rede, ein Abbild der lebendigen Rede, (b) sie bietet keinen Zugang zur Wahrheit sondern bleibt im Schein verfangen, (c) sie ist monologisch und unpersönlich und (d) sie ist starr und der Missdeutung ausgeliefert. Im Gegensatz dazu ist die mündliche Rede: (a) eine echte, urspüngliche Rede, (b) sie ist beselt und lebendig, (c) als Dialog ist sie eine in Frage und Antwort sich bewegende, selbst verteitigende und unter Personen sich entfaltende, fruchtbare Rede, und (d) sie zielt auf die dialektische Zusammenschau und ihre diairetische Unterscheidung und insofern hat sie eine ontologische und anthropognostische Relevanz. Es gibt aber bei Piaton eine dritte Form der Rede (Siebter Brief, 341 c-e), die innerliche, die «aus langem Zusammenleben» im tiefsten der Seele entsteht, und «nährt sich von nun an selber. «Sie ist eine Rede der Seele mit sich selbst und grenzt an das Unsagbare. Piaton öffnet, wie wir sehen, eine hermeneutische Perspektive in der Auffassung der Rede. Er erkennt die Entfremdung der schriftlichen Rede in ihrem Abstand von der mündlichen und ihre Bindung an die Zeichen und sieht die Gefahren des Mißverstehens dieser Rede. Andererseits stellt er die dialogische Gegenseitigkeit der mündlichen Rede fest, die sich transzendierend nach einem neuen gemeinsamen Sinn, ohne ihn zu erschöpfen, sucht. Die innerliche Rede zeigt, schließlich, die Grenze des Sagbaren, das «Arrheton», das den Logos der Seele ständig erleuchtet und zugleich transzendiert. Trotzdem scheint Plato sowohl in Phaidros als auch in seinem Siebten Brief den besonderen Wert der schriftlichen Rede anzuerkennen, indem er diese Rede als ein «sehr schönes Spiel» charakterisiert. Wie aber läßt sich diese Ansicht von Piaton mit seiner negativen Schätzung der schriftlichen Rede vereinbaren?. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Bedeutung, die Piaton dem Begriff non «Mimesis» und «Paidia» in Verbindung mit der Funktion, die er der schriftlichen Rede zuschreibt, besser verstehen. Die Kunst (Malerei, Dichtung) ist, nach Piaton, Nachahmung-Mimesis — nicht des Eidos, sondern der Abbilder des Eidos und der Dichter, verwickelt in trügerischen Spiel des Scheins, hat deshalb «die dritte Stelle von der Wahrheit» (Staat, 597 e). Trotzdem, obwohl Piaton die herrschende Kunst seiner Zeit ablehnt, akzeptiert er eine echte Kunst als «Nachahmung des besten und schönsten Lebens», d.h. eine Kunst, die sich an das ideale Vorbild wendet und die «vernunftvolle und ruhige Wesensart, die sich immer selbst gleich bleibt» nachahmt. Die künstlerische Schöpfung als Nachahmung des Wesens bezeichnet Piaton (Symposium, 206 b) als «Zeugung im Schönen» und als «das kunstvollste und anmutigste Spiel» (Sophist 234 b). Andererseits wird bei Piaton das Spiel (Paidia) dem Ernst (Spoude) entgegengesetzt; während die «Paidia aufs Vergnügen zielt, handelt es sich bei «Spoude» um eine wichtige und ernsthafte Beschäftigung. Ein solches Spiel ist auch die Kunst der schriftlichen Rede. Trotzdem sieht Piaton, je weiter er zu den Dialogen der letzten Periode vortschreitet, die enge Verwandschaft zwischen Spiel und Ernst und in seinen «Gesetzen» schreibt er dem Spiel eine spezielle anthropologische und ontologische Bedeutung zu, indem er es als den Ort katexochen der mimetischen, darstellenden Kommunikation des Menschen mit dem Wesen des Lebens, das sich in Erziehung, Kunst, Theorie, Kult und Gesetzgebung ausdrückt. Das platoni¬sche Werk wird indirekt als Dichtung der besten und schönsten Tragödie angegeben (Gesetze 817 bc). Indem Piaton die Rede in ihrer schriftlichen, mündlichen und innerlichen Form hermeneutisch auffasst, reflektiert er über sein eigenes Werk und versucht seine eigene schriftliche Kunst der Reden metahermeneutisch im Rahmen seiner Philosophie einzuordnen. Dieses Werk, trotz seiner Entfremdung und seiner Verwicklung im Scheinbaren, befindet sich in einer dialektischen Bewegung zur Wahrheit und indem es den beseelten Dialog nachahmt, wird es zu einer persönlichen, auf sich reflektierenden Rede. Und obwohl es nicht die Möglichkeit hat über das Unsagbare zu reden, drückt es das spielend in Bildern aus. Die schriftliche Rede, wie das platonische Kunstwerk, ist ein Bild des urbildlichen Logos. Sie ist das Sagbare, das sich in das semeiotische Spiel der Schrift verwickelt, und was menschlich deutbar ist interpretiert, um darüber hinaus, was unauslegbar bleibt, anzudeuten.

Επετηρίδα

Ιστορία της Φιλοσοφίας
Πλατωνική Φιλοσοφία
Λόγος
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Προφορικός λόγος
Ενδιάθετος λόγος
Πλάτωνας


1987-1988

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