Θρησκεία και πολιτική κατά τον Γεώργιο Γεμιστό Πλήθωνα

 

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Θρησκεία και πολιτική κατά τον Γεώργιο Γεμιστό Πλήθωνα

Δέδες, Δημήτριος

Dieser Artikel enthält eine Darlegung des Religionbegriffes des letzten Philosophen von Byzanz, sowie die Untersuchung und Erklärung der Stellung der Religion innerhalb seines philosophischen Systems. Am Anfang wird Plethons Gleichsetzung des griechischen Begriffs der Heimar- mene (ειμαρμένη) mit der Kismetlehre des Islams dargelegt; letztere ist nach Plethon die wichtigste Komponente, die die «gute politische Verfassung» der Mohammedaner und ihre Stoßkraft ausmacht. Weiter stellt Plethon den immanent politischen Charakter der Religion dar und versucht diese ideologisch zu verwenden, um aus den Trümmern des byzantinischen Reiches die griechische Nation wiederherzustellen. Zu diesem Zweck entwickelt er seine neue Religion als Abkömmling der griechischen Philosophie und gibt ihr ein einfaches philosophisch-mytho-logisches Gerüst; die philosophischen Grundkategorien erscheinen unter den Namen griechischer Gottheiten. Dieses Unternehmen wird nach Plethon dadurch legitimiert, daß der Geist, trotz seiner Wanderungen und Irrwege, mit Hilfe seines höheren Teils, des λογισμός, zum richtigen Dogma zurückkehrt; letzteres, von altersher durch die Generationen hindurch tradiert, konstituiert eine philosophia-religio perennis. Eine solche philosophische Herkunft der Religion impliziert einen Prozeß, der den bisher geläufigen umkehrt: statt der allegorisch-philosophischen Interpretation eines mythologischen oder mythologisierenden Textes, findet hier die Umgestaltung eines vereinfachten philosophischen Gerüstes zu einer elementaren Mythologie statt. Dieses Verfahren wird durch Plethons Vorstellung gefördert, daß Religion die Philosophie der «Vielen», d. h. Volksphilosophie sei. Ein solcher Gesichtspunkt wird explizit auch von Piaton, Aristoteles und dem «Hellenen» Synesios geäußert. Von den griechischen Vätern wird die griechische Philosophie als eine niedere Form der Offenbarung betrachtet; diese aber wurde nur bei den Juden und den Christen in ihrer Vollkommenheit verwirklicht. Plethon unterscheidet zwischen δόγμα, das mit Philosophie gleichzusetzen ist, und δόξα oder Meinung, welches die religiösen Auffassungen des Volkes bezeichnet. Die Manipulation des religiösen Gefühls durch eine nationale Ideologie macht aus der Religion ein Politikum und schafft damit die Bedingungen für eine politische Restauration der griechischen Nation.

Επετηρίδα

Ιστορία της Φιλοσοφίας
Θρησκεία
Γεώργιος Γεμιστός Πλήθωνας
Πολιτική


1975-1976

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